Die wichtigsten Kennzahlen von Solarmodulen

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Photovoltaik

Wissenswertes

Solarmodule auf dem Dach montieren und günstig seinen eigenen Ökostrom produzieren, der Traum vieler Eigenheimbesitzer. Bevor es soweit ist, müssen sich zukünftige Anlagenbetreiber erstmal für ein Modul entscheiden und die Auswahl ist riesig. Wer neu in der Materie ist, der weiß im Normalfall nicht was die vielen Kennzahlen im Datenblatt bedeuten und welche für den Anfang am wichtigsten sind.

Technische Kennzahlen von Solarmodulen

Technische Kennzahlen von Solarmodulen

Herstellungsland

Solarmodule werden zu über 70 Prozent in China hergestellt, der Rest hauptsächlich in USA und Deutschland. Zwar stammen die verwendeten Solarzellen alle aus chinesischer Produktion, der Qualitätsunterschied liegt in der anschließenden Montage zum Solarmodul. Die deutsche Ingenieurskunst resultiert natürlich in einer besseren Verarbeitung und niedrigeren Ausfallraten, kostet aber ihren Aufpreis. Chinesische Module sind vergleichsweise günstig, kommen aber nicht an den deutschen Qualitätsstandart heran. Amerikanische Module bilden die Mitte, werden in Europa aber nicht viel verkauft

Art der Solarzellen

Für Privatpersonen relevante Solarmodule bestehen aus monokristallinen oder polykristallinen Zellen. Monokristalline Zellen erreichen höhere Wirkungsgrade und werden von vielen als optisch schöner wahrgenommen. Polykristalline Zellen sind günstiger, haben dafür aber einen niedrigeren Wirkungsgrad. Bei der Auswahl kommt es stark auf die Ansprüche bezüglich Optik und Leistung pro m² an. Ist wenig Platz auf dem Dach zur Verfügung, holen monokristalline Module das Maximum raus. Ist genug Platz vorhanden, kann getrost auf polykristalline Module zurückgegriffen werden.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad beschreibt, wie viel der Strahlungsenergie in Ökostrom gewandelt wird. Die Höhe unterscheidet sich nach der verbauten Solarzelle. Monokristalline Solarmodule erreichen

Nennleistung

Die Nennleistung in Watt-peak sagt aus, wie viel Leistung ein Solarmodul unter normalen Bedingungen abgeben kann. 1000 Watt/qm und eine Modultemperatur von 25°C gelten in Deutschland als Normbedingungen. In der Praxis wird dieser Wert selten erreicht, dient aber al

Leistungstoleranz

Produktionsbedingte Toleranzen der realen Nennleistung werden in „+ X%“ oder „- x%“ angegeben. Vermehrt gehen Hersteller dazu über, nur positive Abweichungen anzugeben. Das heißt, dass das Solarmodul mindestens die angegebene Nennleistung oder mehr erzielt. Üblich sind Toleranzen zwischen 0 und 5%. Ein Modul mit 300 Watt-peak kann demnach 285 bis 315 Watt Leistung bereitstellen. Bei größeren Anlagen sollte die zusätzliche Leistung mit in die Wahl des Wechselrichters einfließen

Temperaturkoeffizient

Der Temperaturkoeffizient gibt an, um wie viel Prozent sich die Leistung des Moduls pro 1°C nach oben oder unten verändert. Ausgangspunkt ist immer die Optimaltemperatur des Moduls bei 25°C. Steigt diese, sinkt die Effizienz und umgekehrt. Das hat zur Folge, dass bereits im März und April, sowie September und Oktober ähnlich hohe Leistungen erzielt werden, wie im Sommer. Das Mehr an Sonnenenergie wird durch den Effizienzverlust teilweise negligiert.

Modulfläche und -Gewicht

Die Fläche eines Solarmoduls ist entscheidend bei der Art des Daches. Beispielsweise kann man bei einfachen Satteldächern ohne Giebel oder sonstigen Sperrflächen, meistens getrost auf Normgrößen zurückgreifen. Das Maximum an Leistung bei verschachtelten Dächern lässt sich häufig besser mit kleinen Modulen erreichen. Als Standartgröße haben sich Module mit 60 bis 72 Solarzellen erwiesen, große Module liegen zwischen 100 und 144 und kleine Module zwischen 36 und 54 Zellen.

Hat das Dach wenig Lastreserven, eignen sich vorwiegend Dünnschichtmodule oder normale Solarmodule mit einer folierten Rückseite. Nicht vergessen werden sollte das Befestigungssystem. Auf Flachdächern sollten Module aufgeständert sein, um einen besseren Winkel zur Sonne zu erreichen. Je nach Befestigungssystem kann es zu relevanten Gewichtsunterschieden kommen

Leistungsgarantie

Der Temperaturkoeffizient gibt an, um wie viel Prozent sich die Leistung des Moduls pro 1°C nach oben oder unten verändert. Ausgangspunkt ist immer die Optimaltemperatur des Moduls bei 25°C. Steigt diese, sinkt die Effizienz und umgekehrt. Das hat zur Folge, dass bereits im März und April, sowie September und Oktober ähnlich hohe Leistungen erzielt werden, wie im Sommer. Das Mehr an Sonnenenergie wird durch den Effizienzverlust teilweise negligiert

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