Photovoltaikanlage mit Stromspeicher im Komplettpaket

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Stromspeicher + Photovoltaik

Wissenswertes

Jede zweite neue Photovoltaikanlage wird heute mit Stromspeicher installiert. Grund ist vor allem mehr Autarkie zu erreichen um damit mehr zur Energiewende beizutragen und sich gegen steigende Strompreise abzusichern, sowie ein Interesse an der Technologie selbst. Mehrere Bundesländer und Städte fördern explizit die Anschaffung eines Komplettpakets.

Warum ein Komplettpaket kaufen?

Nur durchschnittlich 30% des selbst produzierten Stroms aus der Photovoltaikanlage, fließen in den Haushalt, der Rest wird eingespeist. Für jede eingespeiste Kilowattstunde erhält man die gesetzlich festgelegte EEGVergütung von rund 10 Cent pro kWh. Wer seinen Strom vorwiegend morgens uns abends verbraucht, der muss Strom aus dem Netz kaufen. Dieser kostet dann rund 29 Cent pro kWh - kein guter Deal. Um das Netz und Klima zu entlasten, ist der Verbrauch am Produktionsort ideal. Mit dem passenden Stromspeicher sind Autarkiequoten von 50 bis 70 Prozent realistisch. Wer sein Nutzungsverhalten von Strom mehr an das Wetter anpasst, der erreicht auch höhere Quoten.

Beispielszenario

Familie mit 4 Personen

Stromverbrauch p.a.: 4500 kWh
Photovoltaikanlage: 5 kWp
Stromspeicher: keinen

Autarkiegrad 31%

Stromzukauf 69%

Familie mit 4 Personen

Stromverbrauch p.a.: 4500 kWh
Photovoltaikanlage: 5 kWp
Stromspeicher: 5 kWh

Autarkiegrad 59%

Stromzukauf 41%

Direktverbauch

Batterieentladung

Netzbezug



Die Entwicklung des Strompreises verläuft seit Jahren konstant in eine Richtung, nach oben. Steuern, Abgaben und Umlagen machen den deutschen Strompreis zu einem der teuersten weltweit. Seit der Jahrtausendwende stieg er durchschnittlich 6% pro Jahr an. Auch die anvisierte Inflationsrate von 2% kann das nicht schön reden. Wer sich von dieser beständigen Entwicklung abkoppeln möchte, der produziert seinen Strom einfach weitestgehend selbst.

Je nach Standort und Verbrauchsverhalten können die Werte um rund 10% abweichen.

Tipp: Wer seine Anlage über ein KfW-Darlehen finanziert, darf nicht mehr als 50% Solarstrom einspeisen. Verbraucht man nur 30% selbst und speist 50% ein, gehen 20% unentgeltlich an den Netzbetreiber.

Worauf sollte man bei der Wahl des  Stromspeichers achten?

Entscheidet man sich für die Kombination aus Photovoltaikanlage und Stromspeicher, gilt es bei der Planung einige Punkte zu beachten. Wichtig ist ein ausgewogenes Leistungsverhältnis beider Komponenten um den Betrieb möglichst effizient und die Investition möglichst wirtschaftlich zu gestalten. Der Stromspeicher sollte zwischen 70 und 100 Prozent der bereitgestellten Leistung aus der Photovoltaikanlage speichern können, je nachdem wann Strom üblicherweise verbraucht wird. In diesem Fall also zwischen 4,2 und 6 kWh nutzbarer Speicherkapazität.

Tipp: Bedenken sie bei ihren Überlegungen, wie sich ihr Stromverbrauch in den nächsten Jahren ändern könnte. Zum Beispiel durch neue Verbraucher wie Infrarotheizkörper oder ein Elektroauto, sowie durch Altersabnutzung der Komponenten.

Für wen der wirtschaftliche Aspekt eine entscheidende Rolle spielt, der sollte bei der Wahl des Speichers darauf achten, pro gespeicherter kWh bei unter 20 Cent zu bleiben. Diese werden zu den 10 Cent pro kWh aus der PV-Anlage addiert. Die Gestehungskosten für eine produzierte und gespeicherte kWh Strom sind also geringer/gleich hoch wie die 30 Cent Haushaltsstrom. Einige Länder fördern Komplettpakete und tragen zur besseren Rentabilität bei. Ebenfalls wichtig ist eine möglichst hohe Zahl an Vollzyklen, die der Speicher aushält. Hersteller sichern mit Garantien bis zu 10 Jahre ab, gehen aber von Lebensdauer bis zu 20 Jahren aus. Nach durchschnittlich 15 Jahren müssten die Speicherzellen wahrscheinlich ausgetauscht werden.

Wichtig ist außerdem sich Gedanken zu machen, welche Features der Stromspeicher enthalten soll. Beispielsweise eine Notstromfunktion, eine modulare Erweiterbarkeit, genug Leistung um auch stromintensive Verbraucher im Haushalt betreiben zu können und vieles mehr.

Förderprogramme für Komplettpakete

Immer mehr Bundesländer fördern die Anschaffung eines Systems bestehend aus Photovoltaikanlage und Stromspeicher. Je nach Standort können sich die Antragssteller mehrere tausend Euro an Zuschüssen sichern. In Bayern ist der Zuschuss bei 3.200€ gedeckelt, in Berlin bei 15.000€, in Rheinland-Pfalz bei 1.000€, in Sachsen-Anhalt bei 5.000€ und in Thüringen bei 9.000€. Je nach Programm, gibt es für die Anschaffung eines Energiemanagers oder einer Ladestation Bonuszahlungen.

Eine detailliertere Zusammenfassung erhalten sie in folgendem Blogartikel: Förderprogramme für Komplettpakete der Bundesländer

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