PV-Anlage mit Stromspeicher nachrüsten

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10 Min.

Stromspeicher

Wissenswertes

Wer seinen Strom aus der Photovoltaikanlage lieber selbst verbrauchen möchte, anstatt ihn einzuspeisen, für den kommt nur ein Stromspeicher in Frage. Mit Stromspeicher lassen sich 50 bis 70% des Solarstroms selbst verbrauchen.

Inhaltsübersicht:

  1. Für wen lohnt sich ein Stromspeicher?
  2. Was muss beim Nachrüsten beachtet werden?
  3. Kann ich meinen Speicher auch modular erweitern?
  4. Beliebte AC-Speichersysteme zum Nachrüsten

Für wen lohnt sich ein Stromspeicher?

Mehr Unabhängigkeit, mehr eigenen Solarstrom verbrauchen, mehr für die Umwelt tun. Die Anschaffung eines Stromspeichers ist für viele Menschen eine emotionale Entscheidung. Nur wenn ausreichend Speicherkapazitäten zur Verfügung stehen, kann eine Energiewende erfolgreich sein. Wer seinen Stromverbrauch gezielt nach dem Wetter ausrichtet, der kann über 80% des produzierten Solarstroms selbst verbrauchen.

Stromspeicher können mittlerweile rentabel sein, allerdings liegt die Amortisierung bei über 10 Jahren. Wie schnell der Break-Even erreicht ist, hängt von vielen Faktoren ab. Mit dem Preis pro nutzbarer Kilowattstunde erhalten sie einen ersten Vergleichswert für unterschiedliche Speicher. Addiert mit den Stromgestehungskosten für eine kWh aus der Photovoltaikanlage, können sie ihren Strompreis berechnen.

Was muss beim Nachrüsten beachtet werden?

Grundlegend bei der Wahl des neuen Stromspeichers ist, ob man ein AC- oder DC-System verwenden möchte. Bei dem AC-System wird der Stromspeicher hinter den PV-Wechselrichter geschaltet. Der Strom aus der PV-Anlage wird erst in Wechselstrom (AC) gewandelt, um ihn für Haushaltsgeräte nutzbar zu machen. Wird überschüssiger Strom eingespeichert, muss er auf dem Weg in den Speicher erst wieder in Gleichstrom (DC) gewandelt werden, bevor sich derselbe Prozess beim Entladen umkehrt. Diese Lösung ist allgemein flexibler und wird häufig bei Speicher Nachrüstungen verwendet, erreicht aber durchschnittlich geringere Effizienzgrade als DC-Systeme.

Ein DC-Speicher wird hinter die Photovoltaikanlage geschaltet und arbeitet parallel zum PV-Wechselrichter. Das System arbeitet aufgrund der einmaligen Umwandlung effizienter. Bevorzugt kommen DC-Systeme bei neuen Komplettanlagen zum Einsatz, wo alle Komponenten von Anfang an aufeinander abgestimmt sind. DC-Systeme können mehr Leistung bereitstellen, also auch mehr und stromintensivere Verbraucher auf einmal bedienen. Allerdings ist die maximal mögliche Leistung durch den PVWechselrichter beschränkt. Dieser muss genug Leistung aushalten können, ansonsten ist ein Austausch oder zweiter Wechselrichter fällig.

Neben technischen Spezifikationen ist die richtige Speichergröße entscheidend. Ungenutzte Speicherkapazität ist unnötig ausgegebenes Geld. Anhand des durchschnittlichen Stromverbrauchs und der Leistung der Photovoltaikanlage, ist die nötige Kapazität leicht abzuschätzen. Als Faustregel gilt eine Kilowattstunde Speicherkapazität pro Kilowatt Peak Leistung der Photovoltaikanlage. Aufgrund individueller Bedingungen und Anforderungen kann sich dieses Verhältnis ändern. AC Speicher kann direkt hinter PV-Wechselrichter gehängt werden ohne groß Heck Meck. Dann benötigt man aber einen extra Batteriewechselrichter (SunnyBoy Storage -> WR nur für Batterien), es sei denn der Speicher hat einen integrierten Batteriewechselrichter Hybrid Wechselrichter können PV und Batteriewechselrichter sein.

Kann ich meinen Speicher auch modular erweitern?

Alle gängigen Speichersysteme sind erweiterbar. Beispielsweise können BYD’s B-Boxen mit einzelnen Modulen stufenweise skaliert werden. Bis zu 9 Module passen in einen Speicher. Wer noch mehr Kapazität benötigt, der schaltet mehrere Systeme in Reihe. Bis zu 5 individuelle Stromspeicher mit je 11,52 kWh – insgesamt 57,6 kWh – sind möglich. Wichtig ist möglichst nur Speicher desselben Herstellers zu verwenden. Kommt es zu einem Garantiefall, kann ein Hersteller sonst die Schuld einer Fehlfunktion auf das andere Gerät schieben. Zusätzlich geben die Hersteller Empfehlungen ab, bis zu welchem Zeitpunkt eine Erweiterung durchgeführt werden kann.

Beliebte AC-Speichersysteme zum Nachrüsten

Siemens Junelight

Junelight heißt der neu entwickelte Stromspeicher von Siemens. Eine hohe Skalierbarkeit, das moderne Design und sein innovatives Energiemanagement zeichnen den Junelight aus. Die Speicherkapazität lässt sich schrittweise und zeitlich unbegrenzt an den Bedarf anpassen. Von 3,3 kWh Speicherkapazität bis zu 19,8 kWh können jederzeit Module nachgerüstet werden.Mit 100% Entladetiefe und bis zu 3,5 kW Ladeleistung auf 3 Phasen, ist der Speicher auch für den Betrieb intensiver Stromverbraucher gerüstet.


Varta Element

Die VARTA Element-Reihe bietet den optimalen Einstieg in den Heimspeichermarkt. Element 6, 9 und 12 speichern zwischen 6,5 und 13,0 kWh und sind in den unteren Leistungsstufen modular erweiterbar. Bis zu 5 Speicher können gekoppelt werden und als dreiphasiges Hochvoltsystem den gesamten Haushalt versorgen. Die Herstellung der Speichermodule findet in Deutschland statt und unterliegt höchsten Anforderungen an Sicherheit und Qualität.


Voltstorage Smart

100 Prozent Kapazitätsgarantie bis 10.000 Ladezyklen, keine seltenen Rohstoffe und energiearmes Recycling – der Voltstorage Smart geht ganz neue Wege. Entwickelt wurde die Technologie in den 1970er Jahren, von der US-Raumfahrtbehörde NASA. Bisher kam sie nur in Großspeichern für Solar- und Windkraft zum Einsatz. Jetzt ist sie endlich für den Heimspeichermarkt verfügbar.

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